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Vom Glück und der Heilkraft der Lektüre

Eine Veranstaltung von kulturzyt
Die Autorinnen Karin Schneuwly («Das Glück besteht aus Buchstaben») und Verena Beerli-Kaufmann («Von Wut, Mut und dem Land des Glücks») erzählen im Gespräch mit Swantje Kammerecker (Ärztin und Journalistin) von ihren Erfahrungen mit heilsamer Lektüre: ganz persönlich, aber auch im berufl ich-therapeutischen Umfeld. Sie bringen
Leseproben, Tipps und Zeit für Fragen des Publikums mit. Spannend für Bücherfans, Pädagoginnen, Eltern und alle
anderen Neugierigen.


Schneuwly
Karin Schneuwly


Beerli Verena gewünscht 2018
Verena Beerli-Kaufmann

Eintritt: 15.–

Platzzahl ist beschränkt

Vorverkauf & Reservation
bei Baeschlin Bücher

Ankündigung in der Glarner Woche

Glück besteht 
aus Buchstaben
Warum Lesen gesund machen kann

Von Beate Pfeifer

Wer gerne liest, kennt das vielleicht: Wort für Wort zieht einen ein Buch in seinen Bann. Die reale Welt wird unwichtig. Wie verzaubert identifiziert man sich mit dem Helden der Geschichte, erlebt Abenteuer, entdeckt ferne Länder, findet die Liebe oder Freunde – und am Ende findet man vielleicht einen Teil von sich selbst. Die Autorin und ehemalige Lerntherapeutin Verena Beerli-Kaufmann aus Ennenda kennt dieses Versinken in einer Geschichte aus eigener Erfahrung. «Als Kind habe ich oft auf dem Weg in mein Zimmer in einem Buch zu lesen angefangen und bin dann auf der Treppe im Stiegenhaus einfach sitzen geblieben und habe alles um mich herum vergessen», erinnert sie sich.

Auch beruflich hat sie mit Geschichten gearbeitet: Ihr 2018 erschienenes Buch «Von Wut, Mut und dem Land des Glücks» ist eine Sammlung von zwölf Erzählungen, die sie als Lerntherapeutin für spezielle Menschen geschrieben hat. «Es sind Metaphern, Geschichten mit Entwicklungsaufgaben. Sie sind als Anregung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene gedacht, um ihnen Wege zu zeigen, wie sie ihre Probleme anders angehen könnten.» Beerli-Kaufmann hat die Erfahrung gemacht, dass ihre Geschichten etwas bewirkt haben – nicht immer, aber häufig. Diese Geschichten seien oft wie ein Samen, den man im richtigen Moment auslege und dann hoffe, dass er auch aufgehe. Von «Heilung» möchte sie nicht sprechen. «Mit der Bibliotherapie kann man beispielsweise keine schwere Depression heilen. Aber ein Buch kann einen aufhellen. Und es kann der Schlüssel zu den eigenen, inneren Ressourcen und Talenten sein.»

Nicht alle Menschen haben den Zugang zu Büchern finden können. Es ist eine Typfrage und auch eine Frage der Prägung, ob man etwas mit Büchern anfangen kann oder nicht. Wer den Zugang einmal gefunden hat, dem eröffnen sich unendliche Welten. Denn Bücher vermitteln uns fremde Kulturen, andere Weltanschauungen und Denkweisen. Sie können eine Vorbildfunktion übernehmen und bieten Identifikationspotenzial. Sie haben die Fähigkeit, zu beruhigen und zu trösten. In schwierigen Situationen können uns Bücher und Geschichten begleiten und uns ein Freund sein. Und sie können unsere Fantasie anregen, uns in unbekannte Welten eintauchen lassen.

Genauso, wie Bücher im positiven Sinne etwas verändern können, gibt es auch Bücher, die sich negativ, destruktiv auf einen Leser auswirken können. Vielleicht weil man zu jung ist für ein bestimmtes Buch oder weil man es einfach zum falschen Zeitpunkt liest. Deshalb sei es wichtig, Bücher auszuwählen, die eine positive Wirkung auf einen selbst haben, die einem helfen, sich weiterzuentwickeln, empfiehlt Beerli-Kaufmann.

Um diese «Heilkraft der Lektüre» geht es auch in der Lesung und Podiumsdiskussion am 22. März in der Landesbibliothek in Glarus. Neben Verena Beerli-Kaufmann wird die Zürcher Texterin, Lektorin und Autorin Karin Schneuwly aus ihrem sehr persönlichen Buch «Glück besteht aus Buchstaben» lesen. Dort beschreibt sie ihre eigenen Leseerfahrungen und das Glück, das sie aus den Zeilen der unterschiedlichsten Autoren gezogen hat. Für sie selbst sei Lesen keine Flucht, sondern eine Möglichkeit, sich zu retten, sagte sie einmal in einem Interview mit der NZZ. Und deshalb habe sie ein Buch über die Faszination und die Heilkraft des Lesens geschrieben.

Bibliotherapie – Vom Glück und der Heilkraft der Lektüre, Karin Schneuwly und Verena Beerli-Kaufmann im Gespräch mit Swantje Kammerecker, Freitag, 22. März, 20 Uhr, Landesbibliothek Glarus
Uhrzeit20:00
VeranstaltungsortLandesbibliothek Glarus
8750
Glarus
Veranstalterkulturzyt
ThemenbereichBuchvorstellung

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